Tja Neujahr ist rum, der Körper hat sich wieder erholt und obwohl ich keine wirklichen Vorsätze für 2012 habe, schreibe ich schon den ersten Blog-Eintrag.
Allerdings habe ich mir doch ein paar Sachen überlegt, die ich dieses Jahr neu, anders oder nicht mehr machen will. Schauen wir mal was daraus wird
Nach ewiger Zeit habe ich heute endlich mein, dafür vorgesehenes, Keyboard umbeschriftet und das Dvorak-Layout von Simon Sprünker installiert. Es hat dann auch nur knappe 10 Minuten gedauert diesen Text zu schreiben.
Bis sich meine Hirnwindungen an dieses Layout gewöhnt haben, wird noch einiges an Wasser die Lahn hinunter fließen.
Wer schon immer mal wissen wollte, wie es sich als Backpacker in Australien lebt, der folge dem Blog meines Freundes Carl unter http://carloontheroad.blogspot.com
Vorhin bin ich bei Facebook über diesen Link in die ZDF Mediathek gestolpert.
Wenn man sich das Gebrabbel des Bürgermeisters im Video ansieht, wundert es einen nicht, wie an so vielen anderen Stellen in Deutschland Geld verschwendet wird. Hier kommt jedoch erschwerend hinzu, dass ein als "erträglich" eingestuftes Risiko nicht die Alarmglocken der Verantwortlichen schrillen lässt.
Hätte der Bürgermeister für 6.000 Euro Blumen angepflanzt und für 20.000 Euro Leitplanken mit Unterfahrschutz installieren lassen, dann wäre das mit Sicherheit positiver aufgefallen.
Nach längerer Zeit habe ich heute mal wieder auf computerwoche.de vorbeigeschaut und bin beim Artikel IT-Nachwuchs taugt nicht für Führungsjobs hängen geblieben. Die Studie dahinter basiert auf der Selbsteinschätzung von ca. 21.000 Absolventen seit 2003. Das Fazit des Artikels beginnt grandioser Weise mit dem Satz "Die Frage nach dem Warum beantwortet die Studie nicht."
Eine Firma die "psychologische Personalsoftware" herstellt, liefert in einer acht Jahre dauernden Studie Tonnen von Daten aber keine Analyse? Wenn die Software ebenso hilfreich ist, welche Probleme löst sie dann?
Zumindest zu einem Punkt habe ich eine ganz klare Meinung was das "Warum" angeht.
"48 Prozent der befragten Männer und 67 Prozent der befragten Frauen zeigen die Tendenz, um jeden Preis Misserfolge vermeiden zu wollen."
Kann man sich denn eine gegenteilige Entwicklung vorstellen, wenn man den Ablauf des Studiums heute (BSc, MSc) und vor zehn Jahren (Diplom) vergleicht? Ich wage es zu bezweifeln.
Hatte ein Diplomstudent vor zehn Jahren (so wie ich) noch die Möglichkeit bei der einen oder anderen Klausur "Mut zur Lücke" zu beweisen, oder sie gar ein Semester aufzuschieben, kann sich diesen Luxus kein Bachelor mehr leisten, weil sich damit die (ach so wertvolle) Abschlussnote verschlechtert. Da muss man doch nun wirklich kein Psychologe sein, um den Zusammenhang zu erkennen.
Eine Unterhaltung mit einem Hochschulprofessor vor einigen Wochen lässt weiterhin den Schluss zu, das die Selbsteinschätzung evtl. ihr übriges zu dem Ergebnis beiträgt. Laut seiner Aussage beklagen Firmen heute nicht mehr das hohe Alter der Absolventen, sondern die mangelnde Lebenserfahrung und die damit verbundene (fehlende) Reife. Klingt seltsam, is aber so.
Desweiteren sehe ich ein Problem bei der mangelnden Trennung der Abschlüsse (zumindest im Bericht) was die Intention angeht. Diplom und Master waren/sind darauf ausgelegt allen Absolventen die Werkzeuge in die Hand zu geben, um auch in höhere Führungspositionen zu gelangen. Der Bachelor-Abschluss verfolgt dieses Ziel nicht. Hier soll Fachwissen für die direkte Anwendung in der Ausführungs- und unteren Führungsebene vermittelt werden.
Aus diesen Gründen sind die Daten dieser Studie keinesfalls verwunderlich.
Noch ein Wort zum Artikel: Wenn schon die Studie, auf die Bezug genommen wird, keine Erklärung enthält, sollte man zumindest aus journalistischem Ansporn versuchen eine eigene Erklärung zu liefern - oder macht sich hier schon der niedrige Ehrgeiz ITler breit?